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Fotografie im Gegenlicht - mal Fluch, mal Segen

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Im Gegenlicht fotografiere nicht..... joa, kann man erstmal grundsätzlich so stehen lassen. Es sein denn, Du kannst mit den besonderen Eigenschaften umgehen. Dann erhältst Du nämlich Ergebnisse, die viele Fotografen erst extra hinein retuschieren.

Gegenlicht bleicht die Farben aus und sorgt für ganz miese Kontraste. So weit so gut. Doch ist es ab und zu genau das, was ich erreichen möchte. Das Foto wirkt sehr sanft und bisschen verspielt.

 

Es gibt jedoch ein paar Probleme, mit denen ich gelegentlich bei Gegenlichtaufnahmen konfrontiert werde:

  • Die Belichtung passt nicht
  • Der Autofokus kann unter Umständen nicht packen
  • Der Hintergrund ist total überbelichtet
  • Ungünstige Blendeffekte
  • Die Objektive "reagieren" unterschiedlich

 

Richtig belichten

Bei Gegenlichtaufnahme wähle ich fast immer die Spotmessung mit der Belichtungsmesswertspeicherung. Bei Canon die Sternchentaste, bei fast allen anderen Kameras die AEL Taste. Einige Kameras widerum speichern den Belichtungswert auch indem man die Auslösetaste bis zum ersten Druckpunkt betätigt. Halte ich nicht für optimal und sollte man umstellen, wenn das möglich ist.

 

1/800 Sek bei f/3.5, ISO 200, 85 mm

Eine Gegenlichtaufnahme in der Herbstsonne, aufgehellt mit Reflektor

 

 

Den Autofokus austricksen

Damit der Autofokus greifen kann, benötigt er Kontraste. Da im Fall von Gegenlicht dieses unter Umständen volle Pulle in die Kamera haut, macht es den Autofokus "blind". Um ihn auszutricksen, weiche ich vom eigentlichen Bildaufbau ab, suche mir eine kontrastreichere Stelle auf gleichem Abstand, speichere den dann mit halben Druck auf den Auslöser, gehe wieder zurück zum eigentlichen Bildaufbau und ... "Schuss!

 

1/250 Sek bei f/5.0, ISO 250, 66 mm

Ziemlich ausgeglichen von Vorder- und Hintergrund

 

 

Überbelichteter Hintergrund

Wenn dieser keine Absicht sein soll, fotografiere ich entweder zu einem späteren Zeitpunkt, wenn das Gegenlicht nicht mehr so stark ist oder ich helle den Vordergrund auf mit Hilfe eines Reflektors oder einem Blitz. Umso heller der Vordergrund, umso kürzer kann die Verschlusszeit sein und das wirkt sich natürlich auch auf den Hintergrund aus.

 

1/500 SEK BEI F/4.0, ISO 400, 150 MM

Eine Aufnahme oder jegliche Aufheller oder Blitz. Totale Überbelichtung des Hintergrunds mit leichten Blendenflecken oben.

 

 

Ungünstige Blendeneffekte

Ich versuche einfach einen anderen Aufnahmewinkel, indem ich die Neigung des Objektivs verändert. Also die Achse zum Objekt verändere. Klar ändert sich dadurch der gesamte Bildaufbau. Doch wenn die Blendeneffekte stören, ist dies nun mal notwendig. Oder man lässt sie als gestalterisches Mittel im Bild.

 

1/50 Sek bei f/5.6, ISO 200, 20 mm

Ungünstige Streuung des Lichts bei einem Weitwinkel. Kann aber natürlich als Effekt genutzt werden.

 

 

Mehrere Objektive ausprobieren

Solltest Du in der glücklichen Lage sein, verschiedene Brennweiten zu besitzen, probiere sie mal aus. Nicht jedes Objektiv hat den gewünschten oder unerwünschten Effekt.

Aufhellung durch Reflektor, in dem Fall ein Sunbounce

 

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