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10 Tipps für natürliche Kinderfotos Outdoor

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Natürliche Kinderfotos Outdoor bei Tageslicht sind was wunderbares. Eben weil Kinder selbst so wunderbar sind. Doch es Bedarf einer Vorbereitung.

Die Mimiken von Kindern sind echt. Sie lieben das Leben und entdecken mit voller Leidenschaft und nie endend wollender Energie neue Dinge. Wenn sie lachen, lachen wir Großen mit. Wenn sie leiden, tun wir es ebenso. Mal sind sie quierlig und kaum zu bändigen, dann wieder sehr verträumt. 

 
Diese 10 Tipps für das Fotografieren von Kindern sollen Dir helfen, Dich auf diese kleinen Lebewesen einzustellen und möglichst lebendige Fotos von den Kinder zu bekommen.
 
 

1. Zeit und Ort

 
Die Zeit des Tages ist ein äußerst wichstiges Thema. Einmal wegen des Lichtes draußen und dann natürlich auch wegen der Berücksichtigung eventueller Nickerchen der kleinen Scheisser :)
Nach dem Schlaf kommt die Power wieder, sodaß dieses schon mal als Maßstab gilt. Ja und dann die Sonne, wenn sie denn scheint. Die beste Zeit ist morgens oder nachmittags, wegen dem schönen Licht. Mittags solltest Du es vermeiden. Denn die Farben sind dann nicht so schön und harte Schatten schmeicheln keinem Kinderportrait.
Als Ort wählst Du am Besten einen Spielplatz, eine Parkanlage oder eben den eigenen Garten der Kidies. Sodaß sie sich bewegen und toben können. 
 
richtige zeit für kinderfotosDer Stand der Sonne ich wichtig. Daher auf die Uhrzeit achten. Hier im Gegenlicht fotografiert gegen 17 Uhr.

1/1250 Sek bei f/3.5, ISO 400
200 mm
 
 

2. Sei vorbereitet

 
Kinder haben erfahrungsgemäß nicht lange Lust auf Fotos, je nach Alter. Also muss es fix gehen. Wenn Du Deine Ausrüstung nicht kennst oder technisch noch nicht soweit bist, um schnell die Einstellungen zu finden,  verlieren die Kinder ruckzuck das Interesse. Es wird langweilig. Und dann kannst Du Deine Kamera schon wieder einpacken bevor Du überhaupt ein Foto gemacht hast.
 
Bevor Du überhaupt das erste Foto mit dem Kind machst, machst Du grundsätzlich zwei Dinge:
 
  • Ich schaue durch die Kamera und checke die Verschlusszeiten
  • Sind diese zu lang, ziehe ich die ISO hoch
 
Planst Du Aufnahmen im Schatten und in der Sonne, checke das für beide Situationen.
 
Eine Selbstverständlichkeit, aber vielleicht doch für dein Einen oder Anderen wichtig:
 
  • volle Akkus
  • leere Speicherkarte
 
 
Außerdem entscheide, ob Du den Autofokus auf kontinuierlich umstellst. Denn es ist selten, dass die Kinder wirklich still sitzen. Dazu eventuell noch die Serienbildschaltung einschalten.
 
Den Weißabgleich lasse einfach auf Automatik stehen.
 
DSC 0039Bewölkter Himmel ist für Einsteiger die optimale Lichtsituation. Gleichmässige Ausleuchtung ist garantiert.

1/250 Sek bei f/4.5, ISO 200
125 mm 
 

3. Weg mit dem Essen

 
Manche Eltern finden es ganz toll, den Kindern zwischendurch was zum Essen zu geben. Super, verschwendete Zeit. Denn Fotos bei dem Kauverhalten sind überhaupt nicht schön.
 
 

4. Die Eltern als Verstärkung

 
Bevor die Eltern anfangen, aus allen Ecken der Erde die Kinder zu rufen, am Besten noch Mama von Links, Papa von Rechts und Oma aus dem Hintergrund, übernehme die Führung. Schnappe Dir ein Elternteil und positioniere es hinter Dir. Den Anderen verpasst Du einen Maulkorb. Und nur derjenige, der hinter Dir steht, animiert das Kind. Niemand sonst! Außer Du selbst natürlich. So vermeidest Du, dass das Kind überall hinschaut und erreichst ein paar Blicke in Kamerarichtung. Ebenso können Eltern mal schnell Requisiten austauschen oder sonstige Kleinigkeiten vornehmen. Bei Kindern gibt es ja immer was herzurichten. Und Du lässt IMMER den Finger auf dem Auslöser. So bekommst Du vielleicht den einen oder anderen unerwartet schönen Schnappschuss.
 
 

5. Starte mit statischen Posen

 
Oftmals möchten die Eltern zusammen mit den Kids auf die Fotos. Mache diese Fotos unbedingt zuerst! Später wird es schwer. Auch andere statische Fotos bitte zuerst. Erst danach können sie sich bewegen.
 
 

6. Bewegungsraum eingrenzen

 
Grenze den Bewegungsraum des Kindes ein wenig ein mit einem Stuhl oder Sandkasten, Schaukel oder sonstwas. Vielleicht hast Du Glück und das Kind beschäftigt sich damit. Du sparst es Dir dann ständig hinter dem Kind quer über den Spielplatz herzulaufen. Sollte es doch soweit kommen, packe Dir ein Schweißtuch ein ;-)
Grundsätzlich erzwinge bitte kein Foto. Ein Foto an anderer Stelle, wo das Kind gerne hin möchte, ist besser als ein rot angelaufenes, verheultes Gesicht.
 
DSC 104 beaWenn Du den Bewegungsspielraum eingrenzt, kannst Du Dich erstmal besser auf das Kind konzentrieren.

1/160 Sek bei f/5.0, ISO 200
116 mm


 

7. Lasse es spielen

 
Nachdem Du die formellen, statischen Posen fotografiert hast, lasse das Kind tun was es will. Versuche nicht es in irgendwelche Posen zu zwingen, wenn es nicht möchte. Das Kind ist mir Dir in einer Schlacht. Und Eines ist sicher: Es wird wahrscheinlich gewinnen! Motivation ist das A und O. Und umso mehr Ideen Du hast und das Kind animieren kannst, umso bessere Fotos wirst Du bekommen.
 
 

8. Schließe Freundschaft

 
Versuche mit dem Kind zu spielen, um Vertrauen aufzubauen. Lasse die Eltern bei den informellen Fotos außen vor. Sie sollen weiter weg gehen, aber zur deren Beruhigung in Sichtweite und Du beschäftigst Dich alleine mit dem Kind. Zur Not backe Sandkuchen im Sandkasten oder besteige die Rutsche. Bringe das Kind zum lachen und mache Deine Fotos.
 
 

9. Das Objektiv

 
Damit Du nicht immer so nah ran musst, ist für die Kinderfotografie ein Zoomobjektiv mit 70 bis 200 mm die erste Wahl. Wenn das Kind mal abhaut und irgendwo weiter weg steht, kannst Du es noch gut ran holen.
 
DSC 0108Schöner Moment durch ständige Beobachtung des Kindes und schneller Reaktion.

1/250 Sek bei f/5.6, ISO 200
200 mm
 
 

10. Entspanne

 
Atme tief durch und mache Dir einen Spaß aus der Kinderfotografie, denn es ist wirklich lustig. Aber auch eine Herausforderung. Wird Dir das alles zu stressig? Dann bist Du für die Kinderfotografie nicht geeignet. Ist ja kein Beinbruch. Jedem seine eigenen Schwerpunkte.
 
 
 
 

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Dienstag, 07. Juli 2020

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